Gegenüberstellung von 3 Beispielen:
Beispiel 1 Internet als Informationssystem für den Lehrer :
Beispiel 2 Internet als Informationssystem für Schüler :
Beispiel 3 Internet als Lernsystem für Schüler :
Mehr zu diesem Thema (Links) :
Ein Lehrer bereitet zu Hause seinen Unterricht vor. Er plant eine Unterrichtsreihe zum Thema XXX in der Jahrgangsstufe 11. Dazu sammelt er Material aus (Schul-)büchern u.s.w. und - jetzt neu - auch aus dem Internet. Wenn er Glück hat, findet er auch einen (meist längeren, wahrscheinlich aktuelleren) Text, den er als Material gebrauchen kann. Diesen reiht er in sein schon vorhandenes Material ein, fügt eventuell Arbeitsaufgaben hinzu, druckt das ganze zu der geplanten Stunde aus, kopiert es für alle Schüler, die dann damit arbeiten.
Nachteile : Die Jagd nach aktuellem Material wird für diesen Lehrer kein Ende mehr finden . Den Schülern ist zwar gerade aktuelles Material präsentiert worden, aber wenn sie Abitur machen werden, wird dieses Material schon längst veraltet sein.
Fazit: Ein schlechtes Beispiel; aber ich denke, so wird das Internet z.Zt. am häufigsten genutzt werden.
Eine Lehrerin bereitet zu Hause ihren Unterricht vor. Sie plant eine Unterrichtsreihe zum Thema XXX in der Jahrgangsstufe 11. Doch diesmal ist ihr Unterricht stärker auf zu lernende Methoden als auf (geradeaktuelle) Inhalte abgestimmt: Sie plant grob vor, überläßt aber den Schülern die Materialbeschaffung. Das kann sie nun ohne Gewissensbisse gegenüber Nicht-Professoren-Kinder tun, da für alle Schüler das Internet, dank SAN, erreichbar ist. Sie muß nur noch organisieren, daß möglichst alle Arbeitsgruppen (oder Referatschreiberinnen), die nicht schon zu Hause einen Internetanschluß haben, irgendwann an den Internet-PC der Schule rankommen, um sich auf die Datensuche zu begeben. Das Material wird (meist ausgedruckt) gesichtet, als Gruppenergebnis neu zusammengestellt und dann als Referat vorgetragen und (!) - jetzt neu - das Referat wird Seite für Seite (vielleicht aufgelockert mit Fotos etc.) ins Internet gestellt. Dann noch beim SchulWeb registrieren lassen, damit auch andere etwas davon haben (oder sehen können, wie weit man schon bei der Nutzung des Internets ist). Vielleicht wird am Schluß noch kritisch darüber reflektiert, welche Nutzen die Internetrecherche und -austellung hat.
Sammelliste am Schuß ("wichtige Links").
Ein Lehrer bereitet zu Hause seinen Unterricht vor. Er plant eine Unterrichtsreihe zum Thema XXX in der Jahrgangsstufe 11. Er initiiert einen problemorientierten Einstieg mit Hilfe eines Films o.ä., teilt die SchülerInnen in Gruppen auf, die eigenständig Problemfragen entwickeln.
Um die selbstgestellten Fragen zu beantworten, benötigen die SchülerInnen Material und Methoden / Werkzeuge. Dieses finden sie nicht relativ isoliert im Internet, sondern auf einem Bildungsserver, der sich nicht (nur) als Anhäufung schulrelevanten Materials versteht, sondern das Material in Form einer hypermedialen Arbeitsumgebung so aufbereitet hat, daß die SchülerInnen (indirekt durch ihre Fragestellungen und die vorhandenen, unaufdringlichen methodischen Hilfen) angeregt werden, einen gruppen-individuellen Lernweg zu wählen, um ihre gruppen-individuelle Wissensbasis zu erweitern.
Der Lehrer stellt nur noch die Werkzeuge (Tabellenkalkulation, Textverarbeitung, Simulationsprogramme etc.) bereit - oder sie lassen sich im "Seminarraum" des Bildungsservers findet; den Einsatz bestimmen SchülerInnen.
Ihre Beantwortungen der Problemfragen, z.B. durch ein eigenständiges "Mini-Web", kann in die Arbeitsumgebung integriert werden und wird Bestandteil des vorhandenen Hypertextes und dient als Anlaß für eine Kommunikation mit anderen Schülergruppen (auch internationalen), die an dem Thema arbeiten oder arbeiten werden.
Gibt es nicht? Doch: Ihr könnt euch ein solches (noch weiterzuentwicklendes) Lernsystem konkret ansehen unter : http://www.learn-line.nrw.de/Themen/BevWachstum/index.html
Schauen Sie auch einfach unter folgenden URLs nach,
Dieter Schäfer :
D/Sowi-Lehrer am Gymnasium Waldstrasse in Hattingen (Ruhrgebiet) ; Beratungslehrer fuer Neue Technologien am Landesinstitut fuer Schule und Weiterbildung in Soest; Pate des Arbeitsbereiches "Bevoelkerungsentwicklung" auf dem NRW-Bildungsserver.
Ein Beitrag als Beispiel von : Matthias Berghoff <mberghof@post.Uni-Bielefeld.DE >
eine Hypermediale Lernumgebung : Es handelt sich dabei um einen interaktiven Assoziations- und Interpretationsraum zu dem Gedicht 'wien: heldenplatz' von Ernst Jandl./ sehen
==> Praesentation "WWW im Unterricht" Documents repris de la WWW.Lehre par le responsable du site ADEAF . Datum : Jun 97 von : "Wolfgang Currlin" <wolfgang.currlin@ikarus.lake.de>